Strandleben
Strandleben
La Palma gilt im Gegensatz zu den meisten Nachbarinseln nicht als ausgesprochene Badeinsel. Aber natürlich kann man auch hier viele größere und kleinere Badeplätze finden, an denen ein Bad in der Sonne oder im Atlantik erholsame Stunden bietet.
An den drei größeren Stränden, das sind im Westen Puerto Naos und Puerto Tazacorte und im Osten Los Cancajos, sind die wichtigsten Serviceleistungen wie sanitäre Einrichtungen, Rettungsdienste und Verleih von Strandliegen und Sonnenschirmen vorhanden. Daneben gibt es eine Vielzahl kleiner Sandbuchten, die auf ihre Entdeckung warten,von denen einige davon allerdings nur äußerst beschwerlich über schmale Felspfade zu erreichen sind. Die empfehlenswerten Strände sind in unserer Karte verzeichnet. Besonders reizvoll sind die Meerwasser-Schwimmbecken im Norden der Insel. Hier hat die Brandung in Jahrmillionen große Becken in den Fels gegraben, die an einigen Stellen durch kleinere Baumaßnahmen abgerundet, ständig von frischem Meerwasser gefüllt werden. In La Fajana und Charco Azul sind so an den Becken schöne Anlagen mit Terrassen und Restaurants enstanden.
Sogar einen FKK Strand toleriert man auf La Palma, allerdings nur in einer Bucht in der Nähe von Puerto Naos, an der Playa de las Monjas, was witzigerweise Nonnenstrand bedeutet. An allen anderen Stränden wird man zwar nicht gerade mit der Polizei vertrieben, wenn man oben oder ganz ohne baden will, allerdings schätzen die Insulaner solche Freizügigkeit nicht.
Baden im Atlantik
Der Sand ist überall schwarz und wird deshalb bei entsprechender Sonneneinstrahlung besonders heiß. Wer also nicht über die übernatürlichen Gaben eines indischen Fakirs verfügt, der sollte auf dem Weg zum Wasser und zurück unbedingt Badeschuhe tragen. In den meist schattenlosen Buchten ist ein Sonnenschirm empfehlenswert. Die Sonneneinstrahlung ist auf Meereshöhe keinesfalls zu unterschätzen und dementsprechende
Mittel mit hohem Schutzfaktor auftragen oder, zumindest in den ersten Tagen, leichte Strandkleidung tragen.
Insbesondere im Herbst und Winter aber auch bei starkem Wind hat der Atlantik seine Tücken – hohe heftige Brandung und starke Strömung und Unterströmung machen das Baden nicht ungefährlich. An unbewachten Stränden nur vorsichtig und an stürmischen Tagen überhaupt nicht ins Wasser gehen, sollte die Regel sein. An den großen Stränden weht dann auch eine rote Fahne. Leider werden solche Warnungen immer wieder mißachtet und so kommt es fast jedes Jahr zu tödlichen Unfällen.
An felsigen Küsten kann es Seeigel geben. Wer an solchen Stellen ins Wasser geht, sollte darauf achten. Im Frühjahr werden manchmal Quallen in Küstennähe getrieben. Unter ihnen können auch Portugiesische Galleeren sein, deren Tentakel bis zu 20 m lang werden. Sie verursachen bei Hautkontakt schmerzhafte nesselartige Verbrennungen, die man unter Umständen auch medizinisch behandeln lassen muß.