La Palma

Die Insel La Palma

Isla Verde zwischen Vulkanen und Ozean

La Palma ist die nordwest-lichste der sieben Kanarischen Inseln und mit 730 km² die fünftgrößte. Gleich mehrere Superlativen kann die grünste Insel der Gruppe im östlichen Atlantik für sich in Anspruch nehmen: Bezogen auf ihre Grundfläche ist sie mit dem 2426 m hohen Roque de los Muchachos die höchste Insel und hat mit der Caldera de Taburiente auch den größten und tiefsten Erosionskrater der Erde.

Die Insel La Palma mit ihren dichten Wäldern und ihrer grandiosen Bergwelt gilt als die schönste der Kanaren. Atemberaubende Schluchten und die vielfältigste, zum Teil endemische Pflanzen- und Tierwelt begeistern Besucher und Inselbewohner immer wieder aufs Neue. Und das alles in der reinsten Luft die weltweit gemessen wurde – vergleichbar nur mit den Meßwerten einer kleinen Insel im Südpazifik. 500 km von der nordafrikanischen Küste und 1.500 km vom spanischen Festland entfernt finden wir eine einzigartige Welt.

Die Klarheit der Luft war auch einer der Hauptgründe für die Errichtung der größten europäischen Sternwarte (Observatorium) auf dem Roque de los Muchachos, dem zweithöchsten Berg der Kanaren. 1987 eingeweiht, bieten die Großteleskope, unterhalb des Gipfels auf einer Fläche von mehreren Qua-dratkilometern ein beeindruc-kend futuristisches Szenario, das noch jeden Besucher in seinen Bann gezogen hat. Allein An- und Abfahrt ist für die meisten schon ein Aben-teuer, bei dem man die ver-schiedenen Klima- und Vege-tationszonen der Insel durch-quert. Von der warmen und trockenen Küstenzone über Lorbeerwälder erreicht man die Baumheidezone, die in ausgedehnte Kiefernwälder übergeht, bis man bei etwa 2.000 m die Baumgrenze erreicht. Danach folgt nur noch kleinwüchsiges, dichtes Buschwerk (Hornkleezone) und dann die allgegenwärtigen steinernen Monumente der Entstehung La Palmas vor etwa 2 Millionen Jahren als Folge gewaltiger Vulkan-ausbrüche: Bizarre Fels- und Gesteinsformationen, tiefe Krater und Schluchten, vielfältig gefärbte erstarrte Lavaströme. Hier steht man vor den Zeugnissen der ungeheuren Kräfte, die zur Entstehung des Planeten Erde vor 5 Mrd. Jahren und seiner geologischen Entwicklung geführt haben. So betrachtet ist die Insel mit ihren ca. 2 Mio Jahren also ausgespro-chen jung.

Die ca. 86.000 Einwohner La Palmas leben in 14 Gemein-debezirken. Sie gehören zur spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Haupstadt ist Santa Cruz de la Palma, in der sich auch der Sitz des Cabildos, der Inselregierung, befindet.

Im Westen der Insel, im Aridanetal, liegt die Stadt Los Llanos, die 2005 mit 21.854 Einwohnern die Hauptstadt Santa Cruz mit ihren 17.500 Bewohnern überflügeln konn-te. Los Llanos gilt mittlerweile auch als das bedeutendste Wirtschaftszentrum der Insel.

Der Ausländeranteil liegt bei etwa 10 %. Die meisten hier-von wiederum sind Deutsche.

Die Gemeinden Tijarafe, Pun-tagorda und Garafia liegen im nordwestlichen Teil der Insel und bestechen durch ihre landschaftliche Schönheit, mit ihren grünen Terassengärten mit Obst, Gemüse und Wein auf fruchbarer rötlicher Erde. Und nicht zuletzt mit der Anfang Februar beginnenden, alles in Rosa tauchenden Mandelblüte vor der blauen Kulisse des Meeres.

Im Nordosten finden wir dann die Gemeinden Barlo-vento, San Andres y Sauces und Puntallana, wo mit Los Tilos und seinen Feuchtigkeit spendenden urweltlichen Lor-beerwäldern und den Gebirgs-quellen von Marcos y Cordero die Hauptgründe dafür zu finden sind, dass La Palma heute Welt-Biosphärenreservat der UNESCO ist.

Fuencaliente im Süden dage-gen ist karges Vulkanland auf dem die Malvasiatraube ange-baut wird, ein Wein der unter dem Namen Teneguia in den Handel gelangt. Der Name stammt vom Vulkan Teneguia, dessen letzter Ausbruch 1971 den Boden für diesen Wein schuf.

Die 14 Gemeinden der Insel werden in dieser Ausgabe noch eingehender behandelt.

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