Der Südosten
Breña Baja (La Muy Noble y Honorable Villa de Breña Baja)
Südlich von Santa Cruz, etwa 6 km von der Hauptstadt entfernt, liegt die aus mehreren Orten bestehende Gemeinde Breña Baja mit den Hauptorten San José und San Antonio. Die dazwischen liegenden, meist alleinstehenden Häuser lassen die Gegend etwas zersiedelt wirken. Die Nähe zu Santa Cruz machte die Gemeinde zum bevorzugten Wohngebiet für viele Hauptstädter. Landschaftlich reizvoll, mit schönen Landhäusern und Villen, eingebettet zwischen Palmen, Drachenbäumen und Ziergewächsen, erstreckt sich das Gemeindegebiet von der Cumbre bis hin zum Meer mit dem Ferienzentrum Los Cancajos, mit dem besten und größten Badestrand der Ostseite. Sehenswürdigkeiten gibt es verhältnismäßig wenige. Neben alten Drachenbäumen und Palmen in und um San José ist eine im 16. Jahrhundert erbaute Kapelle und die Kirche mit der Schutzheiligen Santa Anna zu erwähnen. Viele Bewohner bauen landwirtschaftliche Produkte an, neben Bananen vor allem Avokados, Kartoffeln, Gemüse und Obst. Die etwa 4.400 Einwohner der Gemeinde leben auf einer Fläche von 14 km² in den Orten San Antonio, San Jose, La Polvacera, Los Cancajos, Las Ledas, El Socorro, La Montana und El Fuerte.
Breña Alta (Villa de Breña Alta)
Auch das höher gelegene Breña Alta zählt zu den bevorzugten Wohngebieten der Hauptstädter. Hauptort und Verwaltungssitz ist San Pedro de Breña Alta (350 m ü. NN). In der auch hier hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägten Gemeinde befindet sich das Zentrum der Zigarrenmanufaktur. In kleinen Werkstätten wird ein Großteil der auf der Insel konsumierten dicken Puros (die Reinen) gerollt. Der dafür verwendete Tabak wird in der Umgebung angebaut. Die von Hand gefertigten palmerischen puros werden allgemein geschätzt; auch Churchill soll sie bevorzugt haben. Daneben findet man handwerklich gefertigte Korbflechtprodukte und Stickereien.
Die weitläufige Gemeinde oberhalb von Breña Baja mit ihren über 7.000 Einwohnern in acht teils weit gestreuten Ortsteilen liegt inmitten einer fruchtbaren Hochebene. Mit ihren Palmenhainen, Obstgärten, Feldern und Wiesen hat sich die Gemeinde zu einer bevorzugten ländlichen Wohngegend entwickelt. Auch viele Einwanderer aus Deutschland haben sich hier niedergelassen.
Sehenswürdigkeiten
Aussichtspunkt (Mirador) La Conception – Schöner Blick auf Santa Cruz und das Breñatal. In der Nähe befindet sich die Kapelle La Conception.
Pared Vieja – Freizeitgelände oberhalb von San Isidro in Richtung Cumbre mit rustikalen Tischen, Feuerstellen und Trinkwasserversorgung.
Palmenhaine – In Buenavista, San Pedro, El Porvenir und Miranda liegen die schönsten Palmenhaine der Insel und einige besondere Exemplare des Drachenbaums. Sehenswert sind auch die in San Isidro stehenden Zwillingsdrachenbäume Los Gemelos, deren Alter auf mehrere hundert Jahre geschätzt wird.
Kirche San Pedro – Erbaut im 16. Jahrhundert und mit wertvollen Altarbildern ausgestattet.
Zisterzienserkloster – Kloster des gleichnamigen Ordens, das noch von Ordensschwestern bewohnt wird.
Mazo
Der Hauptort der knapp 5.000 Einwohner großen Gemeinde Villa de Mazo liegt 11 km südlich von Santa Cruz. An der Ostflanke der Cumbre gelegen, schmiegt sich der Ort in etwa 500 m ü. NN an den Hang. Inselweit ist der Ort als gutes Weinanbaugebiet bekannt. Die dicht über der schwarzen Lavaerde gehaltenen Weinstöcke finden an den Hanglagen unterhalb von Mazo ideale Bedingungen. Den hier hergestellten herben Rotwein Hoyo de Mazo gibt es überall auf der Insel zu kaufen.
Mit 71 km² ist Mazo die flächenmäßig drittgrößte Gemeinde der Insel (nach El Paso und Garafia) und grenzt im Norden an Breña Baja und im Süden an Fuencaliente. Die vielen, meist schon mit Vegetation überzogenen Vulkankrater, Zeugen der Entstehung des Eilandes, geben auch hier der Landschaft ihren einzigartigen Charakter.
Wie in fast allen Gemeinden der Insel, so gingen auch hier durch wirtschaftliche Krisen und hierdurch bedingte schlechte Lebensbedingungen die Bevölkerungszahlen in den Jahren von 1950-70 durch Auswanderung nach Kuba und später Venezuela stark zurück. Erst 1990 konnten die alten Einwohnerzahlen wieder erreicht werden.
Haupteinnahmequellen der Gemeinde sind neben der Weinproduktion Ackerbau und Viehzucht.
Sehenswürdigkeiten
Mercadillo – Bauernmarkt, auf dem landwirtschaftliche Produkte angeboten werden. Samstags ab 14 Uhr und Sonntags ab 9 Uhr geöffnet.
Kunsthandwerkschule – Liegt in der Nähe der Sporthalle und kann besucht werden. Bei der Schule befindet sich auch das Informationsbüro für Touristen.
Cueva de Belmaco – Direkt an der Strasse Hoyo de Mazo – Fuencaliente. Große Höhlen der vorspanischen Ureinwohner, in denen viele archäologische Funde wie Keramik, Knochen, Gebrauchsgegenstände und vor allem die typischen Felsgravuren zu sehen sind. Archäologischer Park mit kleinem Museum und Verkaufsraum.
Stickereimuseum – In der Casa Roja, dem roten Haus, hat man der kunsthandwerklichen Tradition der Gemeinde entsprechend ein Museum eingerichtet, in dem Gegenstände des palmerischen Kunsthandwerks ausgestellt werden.
El Molino – Ehemalige Gofiomühle in Hoyo de Mazo aus dem 19. Jahrhundert. Von venezeluanischen Einwanderern als Töpferei eingerichtet, in der u.a. schwarze Keramik nach prähistorischen Mustern der Guanchen hergestellt und verkauft wird. Die Reproduktionen werden ohne Töpferscheibe hergestellt – sie war den Ureinwohnern unbekannt.
2008/06/24 um 21:49 |
[...] …findet Ihr ab heute auch auf dieser Webseite. In der Seitenleiste unter der Überschrift Seiten findet ihr die einzelnen Artikel zu den 14 Gemeinden von La Palma, z.B. für den Nordosten oder den Südosten. [...]