Alle La Palma Info-Artikel…

24. Juni 2008 by Albert

…findet Ihr ab heute auch auf dieser Webseite. In der Seitenleiste unter der Überschrift Seiten findet ihr die einzelnen Artikel zu den 14 Gemeinden von La Palma, z.B. für den Nordosten oder den Südosten.

Der Hüttenabriss kann weiter gehen

15. Juni 2008 by weadam

Ein Beitrag, übernommen vom allseits bekannten Mathias Siebold und etwas ergänzt – das Thema ist einfach zu wichtig. Die Tourismusverantwortlichen sollten sich endlich entscheiden, ob La Palma für den Massentourismus aufbereitet werden oder eine Insel mit idyllisches Flecken für Nicht-Pauschal-Touristen bleiben soll, am besten bevor es zu spät ist.

Mathias Siebold schreibt:

Die Küstenbehörde aus Madrid, hier vertreten von der “Demarcación de Costas” auf Tenerife, hat vor einem Gericht auf der gleichen Insel nun die Absolution für den weiteren Abriss der Hütten im Süden unserer Insel erhalten. – Kurze Erklärung. – Nach dem Küstengesetz von 1988 gibt es, außer im städtischen Siedlungsgebiet, keinen Privatbesitz näher als 100 Meter an der mittleren Wasserlinie. – Dort darf nicht gebaut, Landwirtschaft oder Gastronomie betrieben werden und alles was sich auf diesem Streifen an Bauwerken bereits befindet muss abgerissen werden. – Grundsätzlich macht dieses Gesetz Sinn, ein wildes Bebauen der Küste soll damit verhindert werden. – Allerdings gibt es auch viele Siedlungen, welche bereits lange von 1988 dort an der Küste standen, manche sogar schon seit Jahrhunderten, da aber will und soll es keine Ausnahme geben, alles muss weg. – Ob man in diesem Fall Besitzstandswahrung geltend machen kann, das ist ein Fall für Juristen und wohl auch noch nicht ausreichend geklärt. – Überall auf den Kanaren, genau so wie auf dem spanischen Festland, stehen Gebäude innerhalb dieser 100 Meter Zone, die Küstenbehörde hat also reichlich zu tun.

Auf La Palma gibt es einige solcher Siedlungen, denen man nun zu Leibe rücken will. – Die Hütten an der Playa de los Guirres, oder oft auch Playa Nueva genannt, machten den Anfang in der traurigen Räumungsaktion, weil man dort den geringsten Widerstand vermutete und damit auch Recht behielt. – Als nächstes wollte man die Siedlungen La Bombilla und El Remo angehen, aber dort formierten sich die Anwohner zu lauten Nachbarschaftsvereinigungen und nun werden Teillösungen gesucht und konstruiert, welche wohl mindestens die Hälfte der Hütten unangetastet lassen und man für die Bewohner der Häuser die abgerissen werden, ein Umsiedlungsprogramm auflegt. In El Remo und La Bombilla liegen nicht alle Häuser in der “Todeszone” und außerdem wohnen dort viele Menschen, zum Teil sogar mit einflussreichen Bekanntschaften. – So wich die Küstenbehörde zuerst in den Süden der Insel aus und nahm sich die Siedlungen La Zamora, Puntalarga und El Faro vor. – Trotz erheblichen Widerstandes riss man dort etwa die Hälfte der Hütten ab, darunter auch die beiden Restaurants, aber eben nur die Gebäude der Eigentümer, welche unter dem Druck der Strafandrohung den Abriss genehmigten. – Aus Gründen der Rechtsunsicherheit ließ die Küstenbehörde die anderen Hütten bislang stehen, auf Tenerife lief noch ein Gerichtsverfahren, welches man abwarten wollte.

Nun scheint diese Unsicherheit ausgeräumt zu sein, interpretiert man die wenigen Aussagen, die man über das nun gefällte Urteil erfahren kann, dann hat die Küstenbehörde nun grünes Licht, auch die noch verbleibenden Häuser abzureißen. – Das bedeutet dann für die Eigentümer, welche sich bislang geweigert haben die Häuser aufzugeben nicht nur, dass sie den Abriss bezahlen sollen, sondern eine Strafe noch obendrein. – Ob sich wider ausreichend Widerstand formieren kann, das wird man in den kommenden Wochen sehen, die Stimmung ist ein bisschen gekippt, nachdem man einsehen musste, dass die Küstenbehörde wohl am längeren Hebel sitzt und keine Ruhe geben wird. – Allerdings bleibt ein gewaltig fader Nachgeschmack und der nicht nur wegen der scheinbaren Ungerechtigkeit, weil man momentan eben nur Hütten bedroht und die Paläste noch stehen lässt, welche ebenso die vom Gesetz bestimmte 100 Meter Marke bedrängen. – Auch da wird man abwarten müssen, wie konsequent man durchgreift, das Gesetz berührt auch mehrere Hotels, die zumindest mit ihren Außenanlagen und Pools innerhalb der gesetzten Grenze liegen.

Weiter darf man die Frage stellen, warum die Küstenbehörde erst jetzt versucht, dieses, inzwischen 20 Jahre alte Gesetz anzuwenden. – Da drängt sich der Verdacht auf, dass es sich um eine verborgene Aktion der Gemeinden handelt, welche die Küstenbehörde nun vorschickt, um die schönsten Flecken an unserer Küste von den einheimischen Siedlungen zu befreien, um den Forderungen der Investoren nachzugeben, welche sich stark für diese Immobilien-Sahnestückchen an unseren Küsten interessieren. – Es sieht stark nach vorbereitenden Maßnahmen aus, um unsere Küste zu konfektionieren. – Das muss nicht in allen Fällen nur Schlechtes bedeuten, nur kommt da der immer wieder genannte Grund einer Regenerierung der Küstenlinie, wie die Behörde diese Abrissaktionen nennt, wie eine heftige Lüge daher, wenn später auf den geräumten Flächen dann Flaniermeilen für zukünftige Hotelkomplexe entstehen. – Auf jeden Fall ändert sich so zukünftig das Bild an unserer Küste, wenn “wilde” Siedlungen wie Puntalarga und La Bombilla verschwinden und wir anstatt dessen den mondänen Hauch einer uniformierten Küstenlandschaft vorgesetzt bekommen. – Das ist ein erneuter Schlag ins Gesicht für unseren so gesund und nachhaltig gewachsenen Individualtourismus, der eben genau die Eigenheiten und Schrulligkeiten dieser Insel sucht und auch gefunden hat. – Das darf man nie vergessen, als blanke Kopie anderer Ferienregionen braucht uns niemand, schneiden wir unsere Ecken und Kanten ab, dann machen wir uns aus touristischer Hinsicht unnötig. – Wenn der Gast nur noch nach dem Preis entscheidet, ob er nach Gran Canaria, Marokko, Tenerife oder La Palma fliegt, dann haben wir bereits verloren.

Soweit M. Siebold, nun einige ergänzende Informationen meinerseits. Über manche der Siedlungen mit ihren oftmals unverputzten barackenartigen Casitas kann man durchaus geteilter Meinnung sein. Zumindest kenne ich etliche Deutsche, die froh sind, daß die Strände endlich von den “Ruinen” befreit werden. Etlichen Palmeros geht es da wohl ähnlich. Einer Umfrage zufolge, veröffentlicht vor kurzem im Diario de Avisos, stimmen fast 40% der Palmeros dem Abriss zu.

Was aber bisher noch nirgends erwähnt wurde: Auch der Norden mit seinen wirklich malerischen Hütten ist betroffen. “COSTA” hat nämlich “entdeckt”, das es auch dort illegale Hütten gibt. Und so sollen jetzt im Norden 180 Hütten abgerissen werden, u.a. auch Playa la Vete, die Piratenbucht und der Abstieg zum Hafen von Puntagorda.

Verdammt noch mal – würde es nicht reichen, weiterem Wildwuchs einen Riegel vorzuschieben und den allzu hässlichen Hütten ein paar Verschönerungsauflagen zu machen? Nicht nur ich frage mich, warum von diesen Abrissmassnahmen nur die Kleineigentümer betroffen sind. Die beiden Hotels SOL und PRINCESS liegen ebenfalls ausserhalb der genehmigten Ortschaften und zumindest teilweise innerhalb der Abrisszone.

Ich werde mal die E-Mail-Adressen der zuständigen Behörden ausfindig machen und hier veröffentlichen und hoffe, Ihr schreibt Ihnen dann massenhaft Eure Meinung.

Schönen Urlaub – trotzdem

Werner

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Willkommen!

14. Juni 2008 by Reinard

Liebe Inselgäste und Residenten,

- Cumpleaños felíz La Palma Info -

der Wegweiser für Inselgäste und Einwohner wird mit dieser Ausgabe 15 Jahre alt, erfreulicher Anlass für eine kleine Rückschau.

So, wie La Palma 1993 ein anderes Gesicht hatte als heute – langjährige Inselgäste und Residenten erinnern sich zuweilen wehmütig –, so sah auch die Erstausgabe des LP-Infos ein wenig einfacher aus. Aus der Initiative von Contacto, vor allem von Klaus Röder, der das Heft als Informations- und Nachschlagewerk mit vielen Tips und Hinweisen gründete, wurde eine Dauereinrichtung bis heute. Und, wie wir meinen, auch ein gutes Stück attraktiver als anno dazumal.

Nachdem Klaus Röder das Magazin 2004 an Rolf Griesser abgegeben hatte, veränderte sich sein Gesicht nochmals deutlich.

Seit 2007 wird LP-Info von Cybercopy in Todoque herausgegeben und erfährt bei dieser Gelegenheit wiederum einige Verbesserungen. So werden z. B. in gesonderten redaktionellen Beiträgen die 14 Gemeinden der Insel, deren Landschaft und Geschichte vorgestellt. Ein weiterer Schritt hin zu höherem Gebrauchswert ist auch die herausnehmbare aktuelle Inselkarte in der Heftmitte. Und bis zur Herbstausgabe ist die Einrichtung einer Internetseite von La Palma Info geplant, um so noch mehr Aktualität und Information bieten zu können. In die Verteilung sollen über die Touristikbüros und Autovermietungen hinaus auch die Tankstellen einbezogen werden, um eine möglichst breite Streuung sicherzustellen.

Wir sind für jede Anregung zur »Besserung« dankbar – notfalls durch Kritik auch heilbar.

Vámonos!

Werner Adam

La Palma Info lebt!

14. Juni 2008 by Reinard

Wir sind mit dem Druck etwas im Verzug – aber

Gut Ding’ will Weile haben!

Las Palma Info Nr. 29

Download der aktuellen Nummer (Nr. 29, Sommer 2008, PDF 50 MB)